Angesichts des großen Defizits der Pflegekassen werden derzeit unterschiedliche Vorschläge diskutiert, wie die Pflegeversicherung entlastet werden könnte. Ein Vorschlag sieht vor, den Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung für Versicherte ohne Kinder um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent zu erhöhen. 44 Prozent der Bundesbürger fänden das grundsätzlich richtig, 52 Prozent lehnen den Vorschlag allerdings ab. Eine knappe Mehrheit der Anhänger von Union (53%), SPD (55%) und Grünen (56%) würde die Erhöhung unterstützen, während bei den Anhängern der Linken (50%) und vor allem der AfD (64%) der Anteil der Skeptiker überwiegt.
Deutliche Mehrheit gegen Rückgriff auf eigenes Vermögen bei Pflegebedürftigen
Ein weiterer Vorschlag zur Entlastung der Pflegekassen stößt auf deutliche Ablehnung. Er sieht vor, dass Pflegebedürftige künftig zunächst auf ihr eigenes Vermögen, etwa Sparguthaben, ein Haus oder eine Eigentumswohnung, zurückgreifen müssen, bevor sie Leistungen aus der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen können. Nur 25 Prozent der Bundesbürger würden diesen Ansatz grundsätzlich unterstützen, 73 Prozent lehnen ihn ab.
Die Meldung ist mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Datenbasis (Meinungen zu Vorschlägen zur Entlastung der Pflegekassen im Auftrag von RTL Deutschland): 1.005 Befragte / Zeitraum: 29. Mai und 1. Juni 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.