20.12.2019  |  Tägliche Serie "GZSZ" Thaddäus Meilinger über Brenda und Felix, seine Elternzeit und sein neues Leben als zweifacher Vater!

Der Schauspieler Thaddäus Meilinger berichtet im Interview mit RTL über das Verhältnis zwischen Brenda (Annabella Zetsch) und seiner Rolle Felix, er spricht über seine private Elternzeit sowie sein neues Leben als zweifacher Vater und gibt einen exklusiven Ausblick, wie es demnächst bei GZSZ weitergeht.

Anmerkung dazu von Thaddäus Meilinger: Auf der Suche nach einem geschlechtergerechten Sprachgebrauch habe ich im folgenden Interview die weibliche Form gewählt, wo mehrere Geschlechter gemeint sind. In vielen Texten wird leider nach wie vor ausschließlich die männliche Form verwendet. 

Brenda und Felix. Eine verhängnisvolle Affäre oder mehr?

Ich weiß nicht, ob man die Affäre verhängnisvoll nennen kann, ohne dabei zu vergessen, was für eine glückliche Begegnung der Beiden das ist. Sie geben sich ja über weite Strecken genau das, was die andere gerade braucht.

Andererseits: Klar, Felix ist von Anfang an darauf bedacht, die Affäre geheim zu halten. Er selbst hat wohl vom ersten Moment an das Potenzial gespürt, dass diese Beziehung ungünstige Folgen nach sich ziehen kann. Er lässt sich daher nicht voll ein, und versucht die Affäre geheim zu halten.

Also, wenn ich es nochmal durchdenke - eine verhängnisvolle Affäre - und mehr! 

Ist es ok, wenn der Boss mit seiner Azubi zusammen kommt? Wie denkst Du darüber?

Wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr, sagt man doch so schön. Es ist für mich völlig okay, wenn jede mit jeder zusammenkommt! Ich beobachte ohnehin, dass hier und da bereits mittelständische Unternehmen ohne hierarchische Strukturen auskommen. Besonders häufig begegnet das einer in Startups zum Beispiel hier in Berlin. Wenn die Rollen Vorgesetzte/Angestellte in der althergebrachten Form nicht mehr existieren, stellt sich die Frage gar nicht mehr. Das wäre wünschenswert, weil dann offen damit umgegangen werden könnte, welche Privilegien mit der Arbeit zu tun haben und welche aufgrund von Zuneigung entstehen. Ich bin davon überzeugt, dass das möglich ist. Bis dahin wird es wohl aber häufig so sein - wie wir es auch in Brendas und Felix‘ Geschichte erzählen - dass innerhalb alter Strukturen eine Beziehung ein Problem darstellt, Neiderinnen und viel Getuschel mit sich bringt. Ich finde es daher gut, dass wir das Thema in der Serie behandeln. Mein Appell an alle Chefinnen: Geht offen damit um, lasst Nachfragen zu, lebt Transparent. Das hat gar nichts mit tiefen Einblicken ins Privatleben zu tun. Aber wo Irritationen sind, findet schlechtere Zusammenarbeit statt. Mit Transparenz fängt gute Zusammenarbeit an. 

Wie stehst Du zu dem Altersunterschied der Beiden?

Da sind wir beim nächsten Klischee, das wir in dem Serienstrang abdecken. Auch das Alter spielt für mich keine Rolle. Es darf weder des Alters, noch der beruflichen Stellung wegen zu Machtmissbrauch kommen. Das finde ich viel wesentlicher. Vielleicht ist es rund um die Aspekte Alter und Position im Job in der Vergangenheit häufig zu ungünstigen Abhängigkeiten gekommen und so sind diese Klischees entstanden. Aber auch auf andere Aspekte trifft dieser Zusammenhang zu, und uns als Partnerinnen trifft eine besondere Verantwortung uns gegen jedes etwaige Ungleichgewicht pro aktiv einzusetzen. Das gilt auch für unterschiedliche Vermögensverhältnisse oder unterschiedlich ausgeprägte Ambiguitätstoleranz, Stil, Bildung, Herkunft, es gibt kein Ende dieser Liste! Gute Partnerschaften kennen ihre Unterschiede und gehen damit um. 

Ist Felix eigentlich schon über Laura hinweg?

Wir haben in der Vergangenheit erzählt, dass ihm diese Beziehung viel bedeutet hat. Und ich finde es sehr konsequent, dass wir daran jetzt festhalten: Felix ist nicht offen für eine neue Liebe, sein Herz gehört noch immer der Beziehung, die er mit Laura hatte. Das hat mit dem Bild zu tun, dass ihm in seinem Elternhaus in Bezug auf Beziehungen vermittelt wurde. Und auch mit seinen Erfahrungen. Bis zur Begegnung mit Laura hatte er keine gleichberechtigte Erfahrung mit einer Frau machen dürfen. Und da ist eine Liebe ohne Druck entstanden, die nicht an bestimmte Aspekte geknüpft war. Das ist übrigens der Grund, weshalb diese Liebe Bestand haben könnte über den Betrug Lauras‘ hinaus, die Liebe ist frei entstanden und ist also auch frei darin, mit den Tatsachen umzugehen. 

Wie geht es mit Brenda und Felix weiter?

Es bestehen viele Befürchtungen gegen einen offenen Umgang mit der Affäre. Und Felix Herz ist nicht bereit für eine neue Liebe. Bei Brenda ist das anders, sie ist frei und kann sich durchaus vorstellen, öffentlich zu der Beziehung zu stehen. 

Du gehst bald in „Elternzeit“. Worauf können sich Deine Fans freuen, wenn Du demnächst zurückkommst?

Auf einen Schauspieler, der um eine neue Erfahrung reicher ist! Ich gehe ja auch mit sozialpolitischer Hoffnung in Elternzeit. Wir haben dieses tolle Instrument in Deutschland und es nutzt sich ab, wenn wir es nicht nutzen. Andersherum bin ich davon überzeugt, dass wir solche Möglichkeiten nur verbessern, wenn wir sie ausprobieren und dann davon berichten können. Ich glaube, es gilt für jede Branche, insbesondere aber für die Schauspielerei wie ich es sehe: Die Akkus müssen immer wieder aufgefüllt werden. Damit meine ich gar nicht mal Erholung. Es geht darum, täglich auf frische Ideen zu kommen, um meine Serienfigur am Leben zu erhalten, um aber auch mich als Schauspieler am Leben zu erhalten. Ich kann mich nicht mit den Ideen zufrieden geben, die ich gestern schon mal hatte. Dann ist es wichtig, Dinge zu tun, die mich mit Neuem anfüllen. Das ist in meinem Fall gar nichts Exotisches. Ich habe eine Menge Dinge auf dem Zettel, die andere abends neben ihrem Beruf machen, aber für mich ist das eben sonst nicht drin. Zwei Monate als Papa und Hausmann werden mich auf den Kopf stellen und das ist für kreative Prozesse immer gut! 

Wie fühlst Du Dich als zweifacher Vater?

Gut. Es ist das nächste Level. Manche Dinge sind schwieriger, wenn man zu dem Säugling noch ein Kleinkind hat. Es ist aber auch viel schöner an anderen Stellen. Um ehrlich zu sein, kann ich es auch irgendwie nie ganz fassen. Ich empfinde es einfach als großes Privileg, das sich nicht in wenigen Worten beschreiben lässt. Der Richtigkeit halber muss ich aber sagen, dass ich mich ja als dreifachen Vater sehe. Auch wenn ich nie den Vater meines Bonuskindes ersetzt habe, lade ich ihn doch immer ein, sich zu hundert Prozent zugehörig zu fühlen und mich etwa in der Rolle eines väterlichen Freundes voll in Anspruch zu nehmen. Patchwork ist komplex. Deshalb: Für mein Verständnis gehört er ganz klar dazu und somit sind es drei Kinder! 

Was ist jetzt anders?

Ich schlafe wenig, mache mir ungeahnte Sorgen und lache so herzlich wie zuletzt in meiner eigenen Kindheit. Vieles ist unwichtig geworden in meinem Leben, ich stehe auf festeren Beinen, während ich doch gleichzeitig jeden Tag durch den Alltag stolpere. Mein Leben ist echter geworden, mit Kindern bedeutsamer. 

Wie verbringst Du Weihnachten?

Wir haben uns entschieden, nicht zu reisen und feiern bei uns zu Hause. Wir feiern dann mit einem 0-jährigen und einer 92-jährigen. Ich freue mich sehr darauf! 

Was wünschst Du Dir für Deine Rolle und privat für 2020?

Felix und auch mir wünsche ich, dass wir weiter über uns hinauswachsen! 

 

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