Was ist das Besondere an der neuen RTL Show "Wettkampf in 4 Wänden – Die ultimative Bau-Challenge"?
Das Besondere ist, dass die Kandidaten vier baugleiche Wohnung in einem Mehrfamlienhaus innerhalb eines festgesteckten Zeitrahmens Raum für Raum renovieren müssen. Es treten vier Teams an um vier komplette Wohnungen Raum für Raum zu renovieren. Die Teams leben während der Bauphase gemeinsam in diesem Haus - also auch mehr oder weniger auf einer Baustelle. Abgeschirmt von Ihrem gewohnten Umfeld und voll konzentriert auf die jeweilige Aufgabe - und das sechs Wochen lang. Sie müssen kreativ sein, unter Zeitdruck arbeiten und werden handwerklich vor richtig große Aufgaben gestellt, wie beispielsweise ein komplettes Bad gestalten und installieren. Außerdem gilt es zu bestehen, denn die Konkurrenz ist groß. In den ersten Wochen muss immer ein Team das Haus verlassen, nachdem die Jury ihr Zimmer als das schlechteste beurteilt hat. 50.000 € stehen am Ende als Ziel und mit all den Rahmenbedingungen ist das wirklich eine Mammut-Aufgabe und die Kandidaten kamen an Ihre Grenzen. Sie mussten über sich hinaus wachsen und auch emotional durch diese Zeit kommen. Und das war nicht einfach, wie sich jeder vorstellen kann, der schon mal ein Haus oder eine Wohnung renoviert hat. Da sind viele Tränen geflossen, die Nerven lagen blank. Aber am Ende gab es vier fertige und teilweise wirklich tolle Wohnungen.
Als Expertin begleitest und unterstützt du die Kandidat:innen bei ihrer Renovierungs-Challenge. Welche Tipps sind besonders hilfreich?
Ich konnte letztendlich nur immer wieder den Fokus unserer Kandidaten schärfen und die sie daran erinnern, worauf es ankam. Möglichst kreativ und ausgefallen zu arbeiten, sich über die besondere Gestaltung des Zimmers abzuheben, aber sich auch nicht zu verzetteln. Denn die Zeit war der größte Gegner. Und manchmal gab es auch eine Sonderaufgabe während der Bauphase….ich bin froh, dass ich nicht bewerten musste, denn bei mir hätten alle Bonuspunkte allein aufgrund des Durchhaltens und der menschlichen Leistung bekommen. Am Ende zählte bei der Jury aber nur die Wohnung und das Ergebnis jedes einzelnen Raums.
Sechs Wochen um eine ganze Wohnung zu renovieren – ganz schön stressig, oder?
Ja - vor allem wenn man so im Arbeits-Tunnel drin ist und sich Woche für Woche beweisen muss und die Konkurrenz nebenan wohnt. Hut ab vor allen Kandidaten, die sich dieser Aufgabe gestellt haben. Ich habe großen Respekt vor ausnahmslos allen die dabei waren, denn ich weiß welcher Stress es ist, wenn man in kurzer Zeit fertig werden muss und dabei auch noch kreativ sein soll - das ist die Kür. Ich habe fast 14 Jahre lang mit meinen Kollegen innerhalb von acht Tagen ein Haus renoviert und weiß, welche Fallstricke da warten, wenn man zu wenig Baumaterial hat oder das nicht bekommt, was man braucht oder einfach Dinge viel länger dauern als geplant oder etwas richtig schiefgeht. Und ich habe mit Handwerkern aus allen Gewerken gearbeitet und unsere Teams bei Wi4W sind quasi Kreativ-Team und Handwerker-Team in einem - die meisten ohne Vorausbildung und wenn dann in nur in einem Gewerk.
Wie sieht der perfekte Raum für dich aus?
Der perfekte Raum ist für mich ein großer, heller Raum mit viel Perspektive und Blick ins Grüne, mit authentischen ordentlich verbauten Materialien wie Holz, Naturstein, Wolle und Leinen. Gespickt mit Design-Einzelstücken, handgefertigten Unikaten und viel Persönlichkeit die hier ausgedrückt wird über Kunst, Fotos, Reisemitbringsel etc. Es sollte nicht zu voll aber auch nicht zu minimalistisch sein - und stimmige Leuchten/ Licht und sanfte Farben sind mir wichtig um mich wohlfühlen. Auch wenn es Dinge sind, die man nicht sieht, runden folgende Punkte den perfekten Raum für mich ab - angenehmes Raumklima, Ruhe und ein guter Duft.
Normalerweise arbeitest du mit Bau-Profis zusammen, bei den Paaren handelt es sich aber um Hobby-Handwerker:innen. Was hat richtig gut geklappt und was eher weniger?
Hier und da wurden die Details nicht sauber ausgeführt - ganz normal, wenn man eine bestimmte Säge vorher noch nie bedient hat, bzw. diese unter Zeitdruck entstanden sind. Grundsätzlich bin ich aber immer noch positiv beeindruckt, von dem was die einzelnen Teams bewiesen und abgeliefert haben. Damit habe ich nicht gerechnet. Und ein Segen ist auch, dass sich bei all dem Druck und den verwendeten Werkzeugen niemand ernsthaft verletzt hat.