Interview mit Elton zu "Hitster“
Viele kennen Hitster als Spiel mit Karten und Smartphone – für alle, die es noch nicht kennen: Fass doch mal in drei Sätzen zusammen, wie das Spiel funktioniert.
"Es funktioniert folgendermaßen: Man hört sich einen Musiktitel an und muss dann erraten, aus welchem Jahr dieser Musiktitel stammt. Und mehr muss man eigentlich gar nicht wissen. Es gibt natürlich Zusatzpunkte, wenn man eventuell auch noch weiß, wer der Interpret ist und wie das Lied heißt, aber hauptsächlich geht es nur ums Jahr."
Wie wird das jetzt ins Fernsehen übertragen?
"Na gut, Smartphones im Studio sind natürlich nicht gern gesehen, deswegen kommt unsere Musik quasi vom Band als Video. Das ist vielleicht sogar auch noch eine kleine Hilfe für unsere Kandidaten, wenn sie im Video sehen, was die Musiker für Klamotten tragen – da kann man vielleicht auch schon ein bisschen die Zeit einsortieren. Und hin und wieder gibt es auch ein kleines Musikspielchen, wo zum Beispiel nur ein Ton zu hören ist beziehungsweise das Intro. Dann muss man erst mal das Lied erkennen. Man muss immer noch nicht wissen, welches Lied das genau ist, aber die Intros sind schon wirklich erkennbar."
Wie wird das Spielprinzip ins Fernsehen übertragen?
"Das ist genauso wie das Spiel: Man muss zehn Jahre „richtig erraten“, also in die richtige Reihenfolge setzen. Wenn das geschafft ist, dann kommt man ins Finale und spielt noch mal mit diesem Zeitstrahl um weitere Songs, die man dann einteilen muss. Also mal angenommen, man hat einen Zeitstrahl von 1967 bis 2014 und dazwischen sind weitere Jahre – dann kommen neue Songs, bei denen man sagen muss: Das war 1984. Das ist im Prinzip das Gleiche, aber anders, wie man sonst immer sagt: same same, but different."
Auf welche Gäste können sich die Zuschauer freuen?
"Wir haben wirklich tolle Gäste dabei, die sich mit Musik unfassbar gut auskennen. Wir haben auch versucht, immer ein Paar zu finden, weil jetzt zwei gegen zwei gespielt wird, was ein bisschen generationsübergreifend ist und dadurch sehr spannend. Zum Beispiel Ingolf Lück und Evelyn Burdecki, dann die Kellys – da gibt es Junge und Alte. Yvonne Catterfeld ist dabei, Ben Zucker und Hans Sigl, der Bergdoktor. Dass der sich mit Musik gut auskennt, das ahnt man vielleicht, aber da wird man noch einiges mehr erfahren. Somit ist es wirklich eine sehr, sehr bunte und interessante Mixtur."
Das Gesellschaftsspiel ist mittlerweile Kult – hat auch die Show das Zeug dazu, Kult zu werden?
"Ich hoffe schon, dass die Show Kult wird. Das Angenehme ist ja, man muss nicht durch Nerdwissen überzeugen, sondern kann tatsächlich zu Hause so auch mitspielen, mit der Familie. Man kann ja sagen: 'Pass auf, ich sage, das war 1987', und der Nächste sagt: 'Nee, ich glaube eher 1988. ' Dann kann man sich die Punkte so aufschreiben. Man muss im Prinzip nicht mal das Spiel besitzen, um am Fernseher ordentlich mitzuraten. Ich glaube, das macht es wirklich aus für die ganze Familie."
Bist du auch ein Hitster?
"Ich spiele sehr gerne Hitster, wobei meine Freunde beziehungsweise Familienmitglieder das nicht sehr gerne mit mir spielen, weil ich doch relativ oft gewinne. (lacht) Jetzt gibt es aber das neue 'Hitster Bingo'. Das ist ein bisschen einfacher, da muss man nicht immer unbedingt auf das genaue Jahr kommen, sondern hat eine Beschränkung auf plus/minus vier Jahre. Oder man muss raten: Ist es eine Band oder ein Solokünstler? So haben dann auch andere noch Chancen. Es ist zugegebenermaßen manchmal ein bisschen schwer, wenn man jünger ist, die 80er zu begreifen. Dafür habe ich zum Beispiel unfassbare Schwächen, was Songs ab den Zweitausendern angeht."
Du bist sehr musikaffin – ich schätze, du bist ein durchaus fähiger Hitster, oder?
"Ja, also was heißt fähig? Aber ich bin eigentlich schon immer ganz gut dabei. Ich habe das ziemlich am Anfang gespielt, als es rauskam, und dann war es auch eine Spieldisziplin – beziehungsweise habe ich das nicht sogar vorgeschlagen? Aber da lehne ich mich zu weit aus dem Fenster. Bei 'Schlag den Star' damals wurde es dann gespielt, und ich glaube, ab da ging das echt durch die Decke. Und das Schöne ist: Wenn man das mit der Familie spielt – das ist jetzt kein Witz – wir haben sogar einmal fast Silvester vergessen, weil wir so konzentriert waren, bis irgendeiner sagte: 'Du, es ist ja schon fünf vor zwölf.' Dann haben wir aufgehört zu spielen. Aber wir waren so drin in diesem Spiel, dass wir völlig die Zeit vergessen haben."