Das neue Kapitel der Kult-Serie „Sex and the City“ – als Free-TV-Premiere bei VOX
And Just Like That ...

Inhalt

Das neue Kapitel der Kult-Serie „Sex and the City“ – als Free-TV-Premiere bei VOX

Die US-Serie "And Just Like That ..." schreibt die Geschichte der Emmy preisgekrönten Kult-Serie „Sex and the City“ weiter und bringt uns die beliebten Serien-Charaktere Carrie (Sarah Jessica Parker), Miranda (Cynthia Nixon) und Charlotte (Kristin Davis) zurück! Das Sequel zur Kultserie "Sex and the City" setzt elf Jahre nach den Ereignissen des Films ein und zeigt die drei Freundinnen in ihren 50ern wie sie gemeinsam neue Herausforderungen meistern. Während Carrie noch immer glücklich mit Mr. Big (Chris Noth) verheiratet ist, besucht Miranda noch einmal die Universität und Charlotte versucht mit ihren Teenagern Schritt zu halten. Doch egal, was sich im Laufe der Jahre geändert hat, eine Sache bleibt: Mit guten Freunden an seiner Seite ist alles möglich! Besonders wichtig dann, wenn es zu schweren Schicksalsschlägen kommt…

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Executive Producer Michael Patrick King

"Die Serie ist immer in meinem Kopf und die Charaktere sind immer noch da. Ich frage mich immer: Was macht Carrie Bradshaw wohl heute? Es ist noch sehr lebendig. Daher war es auch kein Neustart von etwas, das schon eingeschlafen war. […] Jeder bei 'And Just Like That ...' ist begeistert, die Geschichten dieser geliebten 'Sex and the City'-Figuren mit den Schauspielern fortsetzen zu können, die sie so liebenswert gemacht haben." […] - Executive Producer Michael Patrick King

Serien-Star Sarah Jessica Parker

"Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich passieren würde. […] Wir sind zurück, weil wir es wollen. Niemand hat uns zurückgezerrt. Aber es war eine hart umkämpfte Entscheidung hier zu sein und diese Geschichte auf diese Weise zu erzählen und all diese neuen Leute dazu einzuladen." - Serien-Star Sarah Jessica Parker

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Serien-Star Cynthia Nixon

„Als wir mit der Produktion angefangen haben, hat uns Michael [Patrick King] allen einen Anstecker mit einem selbstgemalten Herz darauf gegeben und gesagt: ‚Du musst ihn nicht tragen, du kannst ihn einfach in deine Jacke stecken, aber du weißt, er ist da. Und er soll dich daran erinnern, dass wir deshalb wieder zusammengekommen sind, weil die Serie eine Herzensangelegenheit ist.‘“ […] „Wir haben zusammen daran gearbeitet, dass wir etwas Neues erschaffen, anstatt nur etwas Altes zu renovieren.“ - Serien-Star Cynthia Nixon

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Serien-Star Kristin Davis

"Wir hatten die Idee, auf diese Art und Weise zurückkehren mit einer neuen, etwas vielfältigeren Welt. Die neuen Figuren sind so brillant besetzt und haben eine so interessante Sichtweise." -Serien-Star Kristin Davis

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Roundtable-Interview mit Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und Cynthia Nixon zum Start des “Sex and the City”-Spin-offs “And Just Like That”

Kristin Davis:
"Als unser Regisseur Michael [Patrick King] mich anrief, um zu sagen, dass wir wieder zusammenkommen, hätte ich fast den Hörer fallen lassen, als sie sagten: 'Wir haben diese Idee!', und ich dachte: Endlich!'"
Cynthia Nixon:
"Natürlich waren wir alle sehr aufgeregt und verängstigt. Wie in dem 'Into the Woods' Song gesungen wird: 'Aufgeregt und verängstigt'."
Sarah Jessica Parker:
"Alles war uns vertraut, aber wir haben viel geredet und uns unterhalten, bis wir wieder alle zusammen waren. Es gab auch einige Unklarheiten, aber dann sind wir alle wieder in einem Raum zusammen - und dann war es wieder ganz vertraut."
Cynthia Nixon:
"Es war, als würde ich den Handschuh anziehen, und natürlich passt der Handschuh auch."
Davis und Parker:
"Ja."
Cynthia Nixon:
"Das eigentliche ‚Wow, wir sind wieder dabei‘ war für mich die Leseprobe, die so unglaublich und aufregend war. Ich hatte schon ein paar ziemlich tolle Tage in meinem Leben. Aber das war definitiv unter den Top Ten. Es war elektrisierend, komplett elektrisierend."
Sarah Jessica Parker:
"Dieser Prozess war insofern einzigartig, als dass Kristin die Staffel begonnen hat. Am 7. Juli war Kristin ganz allein am Set. Ich glaube nicht, dass Kristin jemals eine Staffel begonnen hat. Stimmt's?"
Kristin Davis:
"Nein, ich habe die Staffel noch nie begonnen."
Sarah Jessica Parker:
"…und dann ausgerechnet, nachdem wir zehn Jahre lang nicht zusammen waren."
Kristin Davis:
"…Mit einer fast komplett neuen Crew. Ich musste einfach sofort loslegen. Meine Nerven lagen blank. Dann war ich einfach so glücklich, als ihr auch zurückkamt. Ich dachte nur 'Gott sei Dank'."
Sarah Jessica Parker:
"Mein erster Tag begann mit Cynthia, einem 'Walk and Talk' in New York City. Ich war so dankbar, denn das ist das Vertrauteste für mich."
Cynthia Nixon:
"Und es gab eine Menge Paparazzi und eine Menge Leute, die zuschauten. Es war unglaublich."
Kristin Davis:
"New York ist so einzigartig und ungewöhnlich und verändert sich ständig.“

Sarah Jessica Parker:
„Wir haben immer gesagt, dass die Stadt eine weitere Figur ist. Und sie spielt ihre Rolle weiterhin so, wie sie es immer getan hat."

Cynthia Nixon:
"Ich bin eine gebürtige New Yorkerin. New York ist das, was ich bin."
Kristin Davis:
"Es gibt so viel, dass man es nie wirklich aufnehmen kann. Auf der einen Seite ist es vertraut, und auf der anderen Seite ist es manchmal ganz anders."
Cynthia Nixon:
"Das Wichtigste an New York ist, wie groß es ist und wie vielfältig es ist, und einfach der Reichtum an Erfahrungen."
Sarah Jessica Parker:
"Das ist der Grund, warum es so ein Teil der Show ist."
Cynthia Nixon:
"Man fühlt sich einfach wie zu Hause."
Sarah Jessica Parker:
"Es steckt so viel Arbeit in diesem Projekt. Cynthia und Kristin sind jetzt ausführende Produzentinnen, und Cynthia führt Regie."
Cynthia Nixon:
"Es war eine unglaubliche Chance und ich habe sofort zugesagt, obwohl ich sehr, sehr viel Angst hatte. Aber es war wirklich erstaunlich."
"Die Menschen hätten mich nicht mehr unterstützen können. Ich meine natürlich die Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch einfach alle anderen. Die Kameraleute, die mir wochenlang bei der Vorbereitung geholfen haben."
Kristin Davis:
"Es ist etwas ganz Besonderes, Cynthia zu haben. Du bist schon so lange dabei, du kennst den Stoff. Du weißt alles darüber. Wenn du also etwas zu uns sagst, ist das sehr faszinierend. Es hat mehr Gewicht. Außerdem ist es etwas Besonderes, sie einfach nur 'Cut' rufen zu hören, wenn sie in einer Szene mit dir ist."
Sarah Jessica Parker:
"Wir sind zurück, weil wir es wollen. Niemand hat uns zurückgezerrt. Aber es war eine hart umkämpfte Entscheidung hier zu sein und diese Geschichte auf diese Weise zu erzählen und all diese neuen Leute dazu einzuladen."
Kristin Davis:
"Wir hatten die Idee, auf diese Art und Weise zurückkehren mit einer neuen, etwas vielfältigeren Welt. Die neuen Figuren sind so brillant besetzt und haben eine so interessante Sichtweise."
Cynthia Nixon:
"Michael Patrick [King] hat sich wirklich auf das Herz jeder dieser Figuren konzentriert und auch auf ihre Verbindung zueinander. Er ist so witzig, er trifft jedes Mal ins Schwarze."
Sarah Jessica Parker:
"Wir sind uns des Glückes für all die Bemühungen sehr bewusst."
Cynthia Nixon:
"Man kann nie wieder nach Hause gehen, außer gelegentlich, aber dann kann man es tatsächlich. Diese erstaunliche Sache, die in deinem Leben passiert ist vor 25 Jahren, ist wieder da."
Sarah Jessica Parker:
"Es ist wirklich großartig, wieder zusammen zu sein."
Kristin Davis:
"Man hat nie die Gelegenheit mit Leuten so lange, auf diese Art und Weise und in dieser Verbundenheit zu arbeiten."
Sarah Jessica Parker:
"Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich passieren würde."

Interview mit Kristin Davis

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Wie fühlt es sich an, die Figur der Charlotte zurückzubringen?
KD: "Es fühlt sich gut an, aber auch überwältigend. Es ist interessant, denn kein anderer Job, den ich vorher gemacht habe, ist wie dieser. Dass die Fans so starke Gefühle für die Serie empfinden, vergessen wir Schauspieler:innen manchmal, weil wir schon so lange in dieser Blase gearbeitet haben. Dann kommt man wieder raus und denkt sich: 'Wow, ich habe vergessen, wie intensiv das ist'. Aber es ist natürlich auch wunderbar, dass es diese Intensität gibt."

Können Sie uns mehr darüber erzählen, wo Charlotte jetzt steht?
KD: "Charlotte ist da, wo wir sie verlassen haben, nämlich immer noch glücklich verheiratet mit Harry und mit ihren beiden Kindern, die älter geworden sind. Die Hauptprobleme, mit denen Charlotte zu tun haben wird, sind, dass sie jetzt in einer Welt des kulturellen Wandels lebt. Wie wird sie damit zurechtkommen und umgehen? Ein weiteres Thema ist die Erziehung, denn man weiß nie, womit sich die eigenen Kinder auseinandersetzen werden und was du als Elternteil erlebst. Das gilt für jeden, und das wird auch ganz sicher für Charlotte gelten."

Was, glauben Sie, will die Serie den Frauen jetzt mitteilen, verglichen mit der ursprünglichen Serie?
KD: "Die Serie ist jetzt vielfältiger, was die Thematik angeht und spiegelt das aktuelle Leben wider. Wir Frauen sind in unseren 50ern und nicht mehr in den 30ern. Und das Leben ist komplizierter, wenn man älter ist. Man ist verantwortlich für Menschen und Familien sowie eine Vielzahl von Dingen. Wir leben in einer interessanten Zeit des Wandels, das wollten wir in der Show widerspiegeln. Ich denke, das ist uns auch gelungen - in Bezug auf die Drehbücher und unsere Autor:innen sowie die Themen, die wir einbauen. Wir haben versucht, eine Menge an kulturellen Themen einzubringen, mit denen jeder zu tun hat, um zu sehen, wie unsere Figuren damit umgehen."

Das ist es, was "Sex and the City" immer getan hat: Die Dinge darstellen, über die die Leute nachdenken, aber nicht unbedingt aussprechen. Obwohl es rückblickend auch Kritik an der ursprünglichen Serie gab, dass sie nicht vielfältig genug war. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie jetzt auf die älteren Episoden zurückblicken?
KD: "Ich würde nie wirklich zurückblicken, wenn es nicht Instagram gäbe. Es gab natürlich sehr berechtigte Kritik an uns allen, die Fernsehen machen. Historisch gesehen spiegelt es das wahre Leben nicht wider, was die Vielfalt angeht. Ich denke, das ist eine der Freuden und Vorteile, dass wir mit "And Just Like That" zurückkehren... Wir versuchen wirklich, eine Serie zu machen, die auf der Realität basiert, die uns allen vielleicht gerade erst bewusst wird. Manchmal ist es schwer zu wissen: Ist es sicher, das hier zu sagen? Wird es schwierig werden, wenn ich es anspreche? Es gibt jetzt so viele dieser Fragen, und ich liebe es, dass unsere Charaktere offen sind und dass sich so viele Dinge entwickeln, die man vielleicht nicht kommen sieht."

Wie hat sich die Autoren-Konstellation verändert?
KD: "Wir haben wunderbare neue Autorinnen und Autoren. Mit dabei sind auch Elisa Zuritsky und Julie Rottenberg, die schon vorher an Bord waren. Natürlich ist Michael Patrick King unser ausführender Produzent, Autor und Regisseur... also ist er größtenteils für die Gesamtvision verantwortlich. Und dann arbeiten einfach die unglaublichsten Autor:innen mit ihm: Rachna Fruchbom, Samantha Irby und Keli Goff. Unsere Regisseurinnen waren alle Frauen, mit Ausnahme von Michael Patrick King. Sie sind alle so unterschiedlich, haben verschiedene Hintergründe und ihre Karrieren waren unterschiedlich. Michael Patrick King war ein Stand-up-Künstler, bevor er Showrunner und Autor für das Fernsehen wurde. Und er hat immer den komödiantischen Teil und die Vision als Ganzes vor Augen. Außerdem kann er die Serie mit seinen eigenen Alltagserfahrungen ausfüllen. Dazu kommt, dass die neuen Schauspieler:innen dabei sind, die ein unglaubliches Talent und verschiedene Meinungen mitbringen. Es ist also eine tolle und reichhaltige Mischung. Wir versuchen nicht unbedingt, Probleme zu lösen, sondern wir wollen einfach nur die Möglichkeit eröffnen, um diese Gespräche zu führen. Genau das haben wir auch mit der alten Serie gemacht, wenn man darüber nachdenkt… Wir haben nie gesagt: 'Das solltet ihr tun', sondern wir haben gesagt: 'Hey, lasst uns darüber reden.' So ist es auch jetzt, aber mit dieser Vielfalt an kulturellen Themen."

Die Ursprungs-Serie behandelte ernste Themen wie Krebs und Unfruchtbarkeit, aber immer mit einer Leichtigkeit. Wie schafft "And Just Like That" dieses Gleichgewicht mit einem lustigen Anteil, der sich aber mit diesen großen Themen beschäftigt, beizubehalten?
KD: "Das ist nicht einfach. Das kann man an den Reaktionen einiger Leute sehen! Ich verstehe natürlich, dass die Fans eine Menge Gefühle haben werden. Aber ich habe auch das Gefühl, dass wir uns in der Vergangenheit mit einigen sehr ernsten Dingen beschäftigt haben. Und die Leute vergessen das. Es ist interessant zu sehen, woran sie sich aus der Vergangenheit erinnern. Da wir älter geworden sind, haben wir alle - also die Autor:innen und die Schauspieler:innen, Michael und alle anderen – wieder viel erlebt. Die Welt hat zudem eine Pandemie hinter sich. Es gibt viele ernste Dinge, die passiert sind. Es ist wichtig, dass wir das in dem, was wir machen, widerspiegeln können. Und um hoffentlich auch darüber zu sprechen und vielleicht auch darüber zu lachen. Es muss ja nicht immer lustig sein. Aber ich weiß für mich selbst, dass ich mich so fühle, wenn ich die Serie sehe. Besonders, wenn ich die Geschichten der anderen Figuren sehe."

Es ist richtig, was Sie darüber sagen, wie sich die Fans an die alte Serie erinnern. Denn wenn sie diese lange nicht gesehen haben, denken sie, dass es nur um Sex, Kleidung und Schuhe ging. Aber es war so viel mehr als das.
KD: "Das ist sehr, sehr interessant. Und die Leute stecken dich in eine bestimmte Schublade. Wenn man aber zurückblickt, war es viel komplizierter als das. Aber so funktionieren eben Kultur und Unterhaltung."

Nachdem Sie gesagt haben, dass es nicht nur um die Kleidung geht, lassen Sie uns über die Kleidung sprechen! Wie hat es sich angefühlt wieder in Charlottes Kleiderschrank zu zurückzukehren?
KD: "Es ist unglaublich. Ich meine, ich war ein bisschen nervös. Ich habe mit Michael Patrick King gesprochen, vielleicht sechs Wochen bevor wir anfangen wollten. Wir hatten bereits über die Handlung und alles andere gesprochen, aber noch nicht über den Stil und die Haare und darüber, was ich alles tun musste, um mich vorzubereiten. Er sagte: 'Nein, ändere nichts'. Ich sagte: 'Nichts?' Aber er meinte: 'Charlotte ist eine dieser Frauen, bei denen die Haare gleichbleiben würden'. Und das stimmt ja auch irgendwie. Aber die Herausforderung war, dass wir jetzt hier in der Gegenwart sind, wir sind nicht mehr in der Zeit von damals. Also müssen sich einige Dinge subtil ändern. Aber er wollte wirklich, dass Charlotte Charlotte bleibt, denn die anderen Charaktere machen einige ziemlich grundlegende Veränderungen durch. Er wollte also nicht unbedingt, dass sich mein Aussehen ändert. Worüber ich einerseits sehr erleichtert war, weil ich Charlottes Aussehen liebe. Aber auf der anderen Seite dachte ich: 'Oh, ich muss wieder diese engen, taillierten Kleider tragen'. Aber zum Glück hatten wir Molly Rogers, die wir schon ewig kennen, die die rechte Hand von Pat [Patricia Field] war. Und Danny Santiago, der immer für uns da war, wenn es um Vintage ging. Das ist seine Spezialität - und Gürtel. Ich kann dir sagen, wenn du einen Gürtel brauchst, ist Danny der Mann! Also ja, als ich wusste, dass wir zusammen mit ihnen arbeiten würden, war das einfach eine Freude. Und dann zurück in die Umkleidekabine zu gehen. Die Produktion hat es so besonders gemacht mit den Lichtern und allem. Die Kreativität ist so besonders, und macht so viel Spaß."

Interview mit Cynthia Nixon

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Wie schwer war es für Sie, als Miranda in die Serie zurückzukehren?
CN: „Sehr schwer. Ehrlich gesagt habe ich lange Zeit nicht daran geglaubt, dass ich wirklich zurückkehren würde. Die Figur Miranda hat mir über die Jahre viele Türen zu wunderbaren neuen Filmrollen geöffnet, jedoch muss ich auch sagen, dass diese Charaktere immer besser wurden, je weiter ich mich von der Rolle „Miranda“ entfernt habe. Die Leute hörten auf, mich nur noch mit dieser einen Figur zu identifizieren. Deshalb war die Entscheidung auch so schwer. Ich habe mich außerdem gefragt, was wir denn in dieser neuen Serie zeigen sollen. Ich wusste, dass wir unmöglich die gleiche Story erzählen können, wie zuvor. Das war auch so großartig an der alten Serie: Wir haben uns nie wiederholt. Die Charaktere haben sich immer auf natürliche Art und Weise weiterentwickelt und wir haben nie etwas nochmal gemacht, nur weil es davor gut funktioniert hat.
Ich habe mit Michael Patrick King, Sarah Jessica Parker und Kristin Davis darüber gesprochen, dass ich nicht zurückkommen würde, wenn nicht grundlegende Diversity-Aspekte ihren Platz in der Sendung finden. Diese haben definitiv in der Original-Serie gefehlt. Zu meinem Erstaunen wurden meine Forderungen angehört und auch ernst genommen. Wir haben zusammen daran gearbeitet, dass wir etwas Neues erschaffen, anstatt nur etwas Altes zu renovieren.“

Wie blicken Sie auf die alte Serie zurück?
CN: „Ich bin sehr stolz darauf. Ich habe mir alle Staffeln als Vorbereitung für die neue Serie wieder angeschaut. Wenn man den teilweise schlechten Umgang mit Diversity-Themen außenvor lässt, ist es eine sehr gute Serie. Auch wenn die Serie vor fast einem Vierteljahrzehnt herauskam, ist sie immer noch frisch und ansprechend.“

Was können Sie uns über den Charakter Miranda in der neuen Serie erzählen?
CN: „Jede Figur ändert sich im Laufe der neuen Serie stark. Mirandas Veränderung beginnt jedoch schon, bevor sie in der neuen Serie den Bildschirm betritt. Die Amtszeit von Trump, die Black-Lives-Matter Bewegung und die George-Floyd-Proteste haben sie zum Nachdenken angeregt. Sie stellt sich die Frage, welchen Sinn ihre Karriere als Unternehmensjuristin hat. Sie fragt sich: „Was mache ich hier? Ich habe 30 Jahre in diesem Beruf verbracht und ich will nicht, dass auf meinem Grab lediglich steht: ‚Hier liegt Miranda, sie war eine Unternehmensjuristin.‘ Das ist auch das Gute an diesem Alter: Man ist so alt, dass man genau weiß, dass man nicht mehr alle Zeit der Welt hat, aber man ist auch noch so jung, dass man große, lebensverändernde Entscheidungen treffen kann. Das ist es auch, wonach Miranda sucht: Veränderung. Dazu hat Che einen tollen Satz in der Serie. An den genauen Wortlaut kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, aber es war so etwas wie: ‚Es ist besser, sich unsicher zu sein, als sich sicher zu sein. Denn wenn du dir sicher bist, dann sind alle anderen Wege verschlossen. Wenn du dir unsicher bist, bist du auch offen für Neues.‘“

Welches Gefühl vermittelt die Serie Frauen im Vergleich zur Ursprungs-Serie?
CN: „In der neuen Serie sind die Hauptfiguren in ihren Fünfzigern, also auch in ihren Wechseljahren. Diese bilden tatsächlich auch die Pointe vieler Witze in der Serie. Auch wenn die Menopause viele unliebsame Aspekte mit sich bringt, ist es gleichzeitig eine unglaubliche Zeit. Paradoxerweise auch eine fruchtbare Zeit. Für mich ist es eine zweite Jugend. Wenn du jugendlich bist, fängst du an, dich von deinen Eltern und deiner Familie zu lösen und zu deiner eigenen Person zu werden. Es ist eine stark egoistisch geprägte Zeit, denn du beschäftigst dich ständig mit den Fragen: ‚Wer bin ich? Was will ich? Was brauche ich? Was will ich einmal werden?‘. Die Wechseljahre verlaufen ähnlich. Vielleicht bist du wie Miranda, die in ihrer Karriere einen Punkt erreicht hat, an den sie immer schon wollte, sich nun aber umorientieren will. Wenn du Kinder hast, geht meist in dieser Zeit auch die Erziehungsperiode zu Ende. Jahrzehntelang hast du nur an Andere gedacht, dich um Andere gekümmert und deine Bedürfnisse hintenangestellt. Es ist eine Zeit, in der Ruhe ins Leben einkehrt und man sich, in einem etwas egoistischen, aber wichtigen Schritt, nur auf sich selbst fokussieren kann. Man kann sich fragen: „Wer bin ich? Was will ich tun? Was kann ich sein?“. Nur weil man nun erwachsen ist, heißt das nicht, dass es das Ende ist und das Leben genauso bleiben muss. Es ist eine wichtige Zeit und auch eine Zeit, in der viele Frauen große Veränderungen in ihr Leben bringen. Im Mittelalter haben sich die Frauen in diesem Alter zurückgezogen, sind Nonnen geworden, haben geschrieben, gemalt und sich auf sich selbst fokussiert, um herauszufinden, wer sie wirklich sind. Für Charlotte ist es eine Zeit, in der die Kinder nicht mehr nur diese süßen kleinen Wesen sind, sondern erwachsen werden, ihre eigenen Meinungen entwickeln, ihre Stärken erkennen und nicht alles von den Eltern hinnehmen. Für jemanden wie Charlotte, für die Mutter sein alles ist, ist das eine schreckliche Erkenntnis. Sie hat keine Kontrolle mehr, die Kinder bestimmen ihr Leben selbst. Carrie erlebt eine schlimme Zeit, die Liebe ihres Lebens stirbt. Sie würde alles dafür tun, ihn zurückzuholen. Aber was macht dieser Schicksalsschlag mit ihr? Was ist sie nun? Sie kann nicht mehr einfach nur die Emotionen verarbeiten, die aufkommen, sie muss sich neu erfinden und ihr Leben ändern, darüber nachdenken, was ihr Leben für einen Sinn hat. Das öffnet, zwar durch unglückliche Umstände, neue Wege, die sie niemals gegangen wäre, wenn dieser tragische Vorfall nicht gewesen wäre.“

Die Serie hat immer schon schwierige und große Themen eingebaut, jedoch auf komödiantische Art und Weise. Wie schafft man das?
CN: „Erstmal sind die Schauspieler:innen einfach wunderbar. Aber vor allem sind es Michael Patrick King und die Drehbuchautor:innen, die den Comedy-Aspekt immer wieder einbringen. Es soll gelacht werden, aber Michael Patrick King versucht auch immer schockierende Momente einzubauen. Eben Momente, die den Zuschauer nach Luft schnappen lassen oder ihn zu Tränen rühren, weil die Szene so traurig, so schön oder beides zugleich ist. Als wir mit der Produktion angefangen haben, hat uns Michael allen einen Anstecker mit einem selbstgemalten Herz darauf gegeben und gesagt: ‚Du musst ihn nicht tragen, du kannst ihn einfach in deine Jacke stecken, aber du weißt, er ist da. Und er soll dich daran erinnern, dass wir deshalb wieder zusammengekommen sind, weil die Serie eine Herzensangelegenheit ist.‘ Man muss bedenken, dass es eine Komödie ist, bei der der Mut aufgebracht wird, die Charaktere neue Wege einschlagen zu lassen, um den Zuschauer:innen neue Erfahrungen sammeln zu lassen. Nur so kommt man dahin, wo wir jetzt sind.“

Sie haben bei der sechsten Folge „Diwali“ Regie geführt. Wie war diese Erfahrung?
CN: „Es war großartig und erstaunlich. Ich war sehr nervös, bevor es losging. Es ist mir schwergefallen, abzuschätzen, wie ich mich dafür vorbereiten soll. Nächstes Mal werde ich besser wissen, worüber ich mir Sorgen machen muss und worüber ich mir keine Sorgen machen sollte. Aber es war großartig. Es haben sich alle so gut um mich gekümmert und mir bei den Vorbereitungen geholfen, bis hin zu den eigentlichen Dreharbeiten. Ich kann mir keinen besseren Platz vorstellen, um das erste Mal Regie zu führen, als in einer Welt, die ich so gut kenne, bei Darsteller:innen, die ich so gut kenne, und mit einer Crew, mit der ich schon seit Monaten zusammenarbeite. Ich will nicht sagen, dass es keine Herausforderung war. Es war sehr anspruchsvoll, aber es war einfach der wärmste Empfang, den man bekommen kann, wenn man das erste Mal Regie führt.“

Die Storyline wurden stark geheim gehalten. War das schwer?
CN: „Sehr schwer. Es gab so viel Geheimniskrämerei um alle Drehbücher, und sie wurden nie ausgedruckt. Wir hatten nur die täglichen Seiten, und wir mussten sehr vorsichtig sein, um sie vor Paparazzi zu schützen, denn die Leute haben wirklich versucht, unseren Text zu fotografieren. Wir haben sogar Szenen gedreht, die nur vorgetäuscht waren und nicht in der Serie vorkamen, um die Leute zu täuschen. Es war extrem. Ich bin in Talkshows gegangen, um für die Serie zu werben, und es wurde mir gesagt: ‚Es gibt keine Clips!‘ Normalerweise sehen wir uns die Folgen vor dem Interview an und in diesem Fall gibt es keine einzige Szene. Es war extrem, aber es hat sich gelohnt, denn die Mehrheit der Zuschauer konnte den Tod von Mr. Big als Überraschung erleben.“

Lassen Sie uns auch über die Kostüme sprechen. Wie hat es sich angefühlt, sich wieder aus Mirandas Garderobe zu bedienen?
CN: „Es war ein tolles Gefühl. Miranda befindet sich an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie versucht, herauszufinden, was als nächstes kommt. Ihre Kleidung spiegelt das wider, sie ist ein durcheinander. Sie weiß zum Beispiel, dass sie nicht mehr als Anwältin arbeitet, also trägt sie keine dunklen Anzüge mehr. Wir werden sehen, wie sie eine Reihe von verschiedenen Looks ausprobiert. Je nachdem, was in ihrem Leben gerade passiert. Es ist wirklich wie ihre Pubertät. Sie probiert in diesen zehn Episoden verschiedene Stile aus, weil sie wirklich auf der Suche nach sich selbst ist. Sie versucht nicht nur sich selbst wiederzufinden, sondern auch die neue Miranda zu finden.“

Interview mit Michael Patrick King, Regisseur, Producer und Drehbuchautor von „Sex and the City“ und „And Just Like That“

Woher kam die Idee für die Serie?
Die Serie ist immer in meinem Kopf und die Charaktere sind immer noch da. Ich frage mich immer: Was macht Carrie Bradshaw wohl heute? Es ist noch sehr lebendig. Daher war es auch kein Neustart von etwas, das schon eingeschlafen war. Aber während der Pandemie sind Sarah Jessica und ich zu einem Podcast eingeladen worden – wie wir in der Serie sagen: "Podcasts sind der neue Jury-Dienst." Sarah Jessica und ich sind zu einem Podcast über die Serie eingeladen worden, weil es wegen der Pandemie wieder viel Interesse daran gab. Die Leute haben die Serie erneut geschaut and neue Leute haben angefangen, die Serie zu schauen und es gab eine Menge 30-jähriger Frauen, die sie zum ersten Mal auf HBO gefunden haben und ohne die Commercials geschaut haben, was für sie ein ziemlicher Schock war. Denn als die Serie ausgestrahlt wurde, wurden häufig alle Sexszenen rausgeschnitten. Und so schauten diese Kids sich die ungeschnittenen Folgen an und fragten sich: "Das haben die gemacht?? Das haben die gesagt??" Da war also diese ganze Energie und dann haben wir uns gefragt, warum sollen wir über etwas Altes reden? Warum sollen wir nicht was Neues machen? Und dann habe ich Sarah Jessica angerufen und gesagt: "Lass uns etwas Neues damit machen." Und sie hat nur "Ja" gesagt. Und das war der Anfang.

Wie haben Sie sich dafür entschieden, Mr. Big sterben zu lassen?
Ich liebe die Idee, dass Carrie alleine ist. Ich liebe die Idee von dem ewigen Single-Mädchen, das die Liebe ihres Lebens findet und ihn dann verliert. Und dieses Mal nicht an eine andere Frau auf der Upper East Side, sondern an den Tod. Und ich wusste, dass Sarah Jessica alles spielen könnte, das ich schreibe, was dramatisch ist. Und ich weiß, dass sie als Carrie so beliebt ist und dass die Leute Carrie so sehr lieben. Und sie haben sie auf ihrer Reise begleitet und es würde herzzerreißend für Carrie und die Zuschauer:innen werden, das mit ihr zu erleben. Und ich wusste, dass es sehr mutig war. Aber es ist auch etwas, dass im Leben passiert. Es ist nicht so als hätte ich Big von Aliens entführen lassen. Das wäre ein zu großer Schock gewesen. Ich hatte jemanden, dessen Charakter in der Serie bereits Probleme mit dem Herzen hatte. Das war keine komplette Überraschung. Ich wusste, dass Sarah Jessica das spielen würde und ich wusste auch, dass es zu Carries DNA passte. Sie kann Mr. Big nicht haben und sie denkt, dass die beiden zusammen sein sollten. Es ist das gleiche. Und eine der wichtigsten Sachen ist, dass Freundschaften in den schlimmsten Zeiten die beste Heilung sind. Wenn jemand stirbt und deine Freunde kommen vorbei, dann ist das wie eine Superkraft der Liebe. Ich wusste, dass diese Serie davon handeln wird, wie deine Freunde für dich da sein können, wenn das Schlimmste, das dir im Leben passieren kann – der Tod – passiert. Und ich wusste, dass diese besondere Freundschaft unzerstörbar sein würde. Es gibt große Unterschiede zwischen den drei Charakteren, sind sie kompliziert und verarbeiten Dinge anders. Ich wollte reflektieren, wie hart das Leben manchmal sein kann und wie wichtig Freundschaft in dunklen Zeiten ist. Das ist das große Thema.

Was vermittelt diese Serie den 50-Jährigen, was die ursprüngliche Serie den 30-Jährigen vermittelt hat?
Als die Charaktere 35 und single waren, war der große Bösewicht der Serie die Gesellschaft, die ihnen gesagt hat, dass sie nicht genug sind. Sie sind falsch. Sie sind Aussätzige. Sie müssen tun, was die Gesellschaft ihnen sagt. Etwas an ihnen ist falsch, wenn sie jetzt noch nicht verheiratet sind. Und diese großen Mühen, diese Anarchie und dieser Kampf, alle vier Charaktere haben dagegen gekämpft. Und ich glaube, das ist der Grund warum das Publikum sich ursprünglich mit den Charakteren verbunden fühlte, weil sie genau das gleiche fühlten. "Heirate. Zieh das nicht an: Das ist zu sexy. Sag das nicht." Gesellschaft, Gesellschaft, Gesellschaft. So jetzt bist du 55 und es ist genau das gleiche. Die Gesellschaft sagt: Beruhige dich. Sei leise. Du bist noch nicht verheiratet? Uh-oh. Heirate. Nur… sei nicht 55. Man muss sich nur die Botschaften im Fernsehen anschauen. Wenn du 35 bist, trägst du Manolos und trinkst einen Cocktail. Wenn du 55 bist, sollst du in einem Kaftan im Ruhestand in Miami sein. Wir haben hier ein Fenster, durch das man sehen kann, wie echte Menschen mit 55 sind. Die Serie wurde schon immer als ambitioniert bezeichnet. Ja, sie ist ambitioniert. Du kannst mit 55 immer noch einzigartig sein. Du kannst immer noch „Du“ sein, wenn du alterst und dich veränderst. Es geht immer um Entwicklung. Wie wir uns als Menschen verändern, wie sich Beziehungen verändern, wie Ehen und Freundschaften sich verändern. Es ging schon immer um Veränderung. Und weil ich Carrie, Miranda und Charlotte hatte, wusste ich, dass das Publikum in diesem seltenen Moment mit ihnen mitfiebern würde, weil sie Freundinnen sind. Und das Publikum begleitet sie schon seit 20 Jahren. Es ist verrückt, dass es sowas gibt. Niemand spielt einen Charakter für 20 Jahre. Sogar bei The Crown: "Tschüss! Neue Elizabeth!" Diese Schauspielerinnen spielen ihre Charaktere von 35 bis 55. Und eine andere schockierende Sache ist, dass Charlotte in der ersten Szene sagt: "Ich bin 55". Keine Schauspielerin sagt heutzutage ihr Alter in einer Serie. Die drei Frauen wollen alles dafür tun, um eine gute Story zu erzählen und dabei furchtlos zu sein. Im Bereich „Fiction“ waren wir schon immer mutig und wir machen es nochmal, auf eine andere Art.

Wie haben Sie sich für den Titel entschieden? Warum haben Sie die Serie nicht wieder "Sex and the City" genannt?
Ich wollte die Geschichte neu ausrichten: Und einfach so ist es 20 Jahre später. Und einfach so ist Mr. Big weg. Und einfach so sind Charlottes Kinder groß geworden. Und einfach so hat Miranda ihr Leben verändert. 'And just like that' ist etwas, das Carrie in ihren Kolumnen immer gesagt hat: "Und einfach so habe ich die Wahrheit erfahren." Der andere Titel, der in meinem Kopf herumgeschwirrt ist, war "I couldn't help but wonder". Aber "And just like that" ist wirklich bedeutsam, weil es diese seismische Veränderung innerhalb einer Sekunde impliziert. Und das ist genau das, was Carrie in der Serie passiert. Ich habe es nicht "Sex and the City" genannt, aus dem gleichen Grund, aus dem Menschen, die Bücher mit den gleichen Charakteren schreiben, den Büchern auch nicht immer den gleichen Titel geben. Anne Rice hat "Interview mit einem Vampir" geschrieben und als sie wieder über Lestats Charakter schreiben wollte, hat sie es "Der Fürst der Finsternis" genannt. Es ist die gleiche DNA, aber es ist eine Veränderung. Es ist ein bisschen eine neue Ausrichtung. Ich bin sehr glücklich mit dem Titel. Jeder weiß, dass es eine Fortsetzung der "Sex and the City"-Geschichten ist, aber es zwingt die Leute, es anders zu nennen. Es wird als Reboot bezeichnet, aber ich mag diese Bezeichnung nicht. Sie impliziert eine Wiederholung, aber eigentlich ist es ein neues Kapitel.

Wie schafft man den Ausgleich zwischen Comedy und den ernsteren Storylines?
Meine liebste Art eine Geschichte zu erzählen ist, wenn etwas dunkel ist und dann plötzlich hell. Oder etwas ist hell und plötzlich dunkel. Das ist die echte Welt. Und sogar "Sex and the City" war ziemlich dunkel. In der romantischen Version unserer Serie haben sie Cosmopolitan getrunken und sind in High Heels herumgelaufen. In der Realität hatte Carrie eine schreckliche Affäre mit einem Mann und hat seine Ehe zerstört. Samantha hatte Krebs, Miranda hatte fast eine Abtreibung und Charlotte hat jemanden geheiratet, der die falsche Person für sie war und sie hat zwei Staffeln lang darunter gelitten. Das war immer da. Die Leichtigkeit kommt von der Fähigkeit, Witze daraus zu machen oder eine etwas andere Sicht auf die Dinge zu haben. Und die Freundschaften bringen die Leute zum Lachen. Deine Freunde ziehen dich aus Sachen raus. Diese Dunkelheit ist auch ein Teil der DNA. Es war nie eine Romcom. Es war Romantik und Tragödie und lustige Blamage und deshalb konnten die Leute sich damit identifizieren. Es war ein Durcheinander von allem, was man in seinen Dreißigern fühlt. Der Punkt ist, wenn man in der Dunkelheit einen Witz machen kann, dann hat man den für immer. Wer braucht Dunkelheit, wenn es keinen Weg nach draußen gibt? Und das haben wir in der Serie reflektiert. Wir haben kein Interesse daran, das Publikum in einen dunklen Wald zu führen und dann dort zu lassen. Und wenn man Charaktere wie diese hat, dann hat man automatisch schon einen Sinn für Humor. Und die neuen Charaktere sind auch unglaublich interessant und lustig.

Die neue Serie befasst sich mit den Themen rund um Diversität und Integration, für die die ursprüngliche Serie manchmal kritisiert wurde. Wie haben Sie den Ausgleich geschafft, das umzusetzen und die Original-Charaktere beizubehalten?
Als wir entschieden haben, dass wir mit der Serie zurückkehren, war es sehr wichtig zu reflektieren, wo die Gesellschaft gerade ist. Die Gesellschaft hat damals, als die Frauen 35 waren, nicht über die Themen geredet, über die wir heute reden. Und wenn du 35 bist, bist du in deiner eigenen kleinen Gruppe eingebunden. Wenn du älter wirst, verteilt sich deine Gruppe mehr, weil jemand jetzt woanders wohnt und jemand zwei Kinder hat und sich nicht mehr auf einen Drink treffen kann. Plötzlich wird die Welt größer. Und mit Absicht wurde auch die Serie größer, weil wir alles, was es jetzt in der Welt gibt, widerspiegeln wollten. Und der Ursprung war da, wo die drei bekannten Charaktere sein würden und von da aus haben wir überlegt, wie wir neue Charaktere vorstellen können, die einen neuen Gedanken, einen neuen Schwung und einen neuen Typ Frau mitbringen. Es war sehr wichtig, neue Frauen reinzubringen und wir haben neue Autorinnen dazu gebracht, die auch die gleichen Erfahrungen haben wie die People of Colour – die ich nicht hatte, die Julie [Rottenberg] und Elisa [Zuritsky, Autorinnen der Originalserie] nicht hatten. Aber Keli [Goff] und Rachna [Fruchborn] und Samantha [Irby] kamen alle dazu. Komischerweise gehen alle direkt davon aus, dass die Autorinnen of Colour auch die Charaktere of Colour geschrieben haben. Sie bemerken nicht, dass sie auch Mr. Big geschrieben haben. Sie haben auch Carrie geschrieben. Und wir haben sie geschrieben. Das ist ein sehr interessanter Tanz, um die Charaktere zum Leben zu erwecken. Und mit Sara Ramírez wollte ich reflektieren.

Nun zunächst einmal wäre Carrie bei einem Podcast dabei. Natürlich würde sie versuchen, aktuell zu bleiben. Weil sie alle aktuell sind. Big sitzt auf einem Peloton. Niemand sagt: "Wir sitzen alle in der Ecke und setzen Staub an." Alle sind in Bewegung, Bewegung, Bewegung, Bewegung. Bei einer Serie, die "Sex and the City" heißt, erwarten die Leute, dass man über Sex redet. Und da habe ich mir gedacht, was passiert im Moment? Was hat 2022 Relevanz? Und das ist das Thema Gender. Männlich. Weiblich. Keins von beidem. Alles zusammen. Und wir wollten das reflektieren und auch reflektieren, was sexuell an Ehen ist und was nicht. Jeder Charakter ist viele Dinge. Dr. Nya Wallace ist verrückt und extrem interessant, aber auch verletzlich in einem Aspekt ihres persönlichen Lebens. LTW ist versiert und Mutter, aber sie ist auch auf der Best Dressed Liste der Vogue, sie macht Dokumentationen und hat Schwiegermutter-Probleme! Und Seema ist so wichtig für die Serie, weil sie Single ist. Sie ist in ihren 50ern und sucht immer noch nach der Liebe des Lebens. Und das machen wir für das Publikum, denn es gibt unglaublich starke Frauen da draußen, die nie die "Liebe ihres Lebens" gefunden haben. Wir wollten, dass Seema das repräsentiert und wir haben sie mit genau der Frau zusammengetan, die die Liebe ihres Lebens verloren hat.

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VOX RTL+ 18.08.22 | Köln
"And Just Like That ...": Das neue Kapitel von "Sex and the City" ab dem 13.9. als Free-TV-Premiere bei VOX "Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich passieren würde."

Sie ist unvergessen: die preisgekrönte HBO-Kultserie "Sex and the City"! Knapp 20 Jahre nach dem Serien-Finale startet das neue Kapitel unter dem Titel "And Just Like That ..." durch – mit Sarah Jessica Parker, Kristin Davis und Cynthia Nixon in den Hauptrollen. Die Serie folgt ihnen auf ihrem Weg von der komplizierten Realität des Lebens und der Freundschaft in ihren 30ern zur noch komplizierteren Realität des Lebens und der Freundschaft in ihren 50ern. VOX zeigt die erste Staffel des HBO-Max-Originals von Regisseur, Executive Producer und Drehbuchautor Michael Patrick King mit zehn Folgen ab dem 13. September immer dienstags ab 20:15 Uhr in Doppelfolgen als Free-TV-Premiere.

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