1. Was hat Sie an der Rolle des Jonas Becker in "Alpentod" gereizt?
"Ich mache den Beruf ja schon seit ich 10 bin und es war tatsächlich ein großer Kindheitstraum, mal einen richtigen Kommissar zu spielen. Pistole am Gürtel, Handschellen in der hinteren Hosentasche, Verbrecher jagen - das ganze Programm. Jetzt, mit 36, für RTL in einem so besonderen Format mit tollen Kolleginnen in einer vielschichtigen Figur wie Jonas Becker ermitteln zu dürfen, war natürlich ein sehr großer Reiz."
2. Wie würden Sie Ihre Figur beschreiben bzw. charakterisieren?
"Jonas hat mich sofort interessiert. Er findet Ausgleich in der Schönheit und der Kraft der Natur in den Alpen. Er liebt es mit seinem Gravel Bike (Rennrad mit Mountainbike-Rädern) durch die beeindruckende Landschaft der Berge zu fahren und kann tagelang alleine in der Natur unterwegs sein. Jonas nimmt seinen Job extrem ernst und persönlich und ist ein der Welt zugewandter Kerl, der aktiv und gut zugänglich mit seinen Dämonen kämpft."
3. Wie funktioniert das Zusammenspiel mit den beiden anderen Hauptdarstellern?
"Zu Beginn des ersten Alpentod Films lernt Jonas Birgit (Veronica Ferres) kennen. Sie haben gleich eine besondere Ebene, da sie beide unangepasst agieren, die Arbeit zu persönlich nehmen, auf eigene Faust unpopuläre Entscheidungen treffen und sich in diesem Anderssein gegenseitig sehen und Mut machen. Ohne Worte verstehen sie sich und gehen sich an, wenn sie genervt vom anderen sind. Sie verzeihen und vertrauen. Als Birgit dann Marie (Salka Weber) zum ersten Fall hinzuzieht, fühlt sich Jonas zwar erst überrumpelt, sieht in der jungen Professorin aber eine wertvolle Erweiterung von Duo zu Trio und eine gewisse Anziehung geht definitiv auch über die berufliche Ebene hinaus."
4. Welche besonderen Herausforderungen gab es bei den Dreharbeiten?
"Die Umgebung von Salzburg ist ein absoluter Traum im Spätsommer und ich konnte die Zeit extrem genießen. Der Natur so ausgesetzt zu sein, war aber auch eine ziemliche Herausforderung: Wir drehten an einem Wasserfall, der uns über Stunden sämtliche Kleidung nass tränkte, hatten sowohl mit starkem Regen (wohl klassisch für Salzburg) als auch mit tropischen Höchsttemperaturen zu kämpfen. Die Wälder, die Berge und steinige Straßenabfahrten wurden berannt, erwandert und mit dem Fahrrad befahren, wobei leider tatsächlich einige Unfälle passiert sind. Mit passenderen Schuhen, Reifen und Bremsen, sowie besseren Ortskenntnissen freue ich mich extrem darauf, bald wieder zurück zu kehren!"
5. Gibt es lustige Anekdoten oder Pleiten, Pech und Pannen, die Sie mit uns teilen möchten?
"In Veronicas Autofahrszenen, scheine ich leicht ängstlich, was sich spontan ergeben hat, da Veronica selber eine überraschend schnelle, mutige Autofahrerin ist und ich mich tatsächlich gut festhalten musste, da ich nicht damit gerechnet habe, eine solch actionreiche Fahrt zu erleben. Ansonsten gibt es Fahrradfahrszenen von mir, in denen ich eigentlich locker mit meinem Chef telefoniere. Es gab nur noch eine Möglichkeit, diese Szene zu drehen, es hat aber extrem geregnet. Ich radelte also vor dem Kamerawagen hinterher, es wurde durch den Regen geschrien, die Strecke in der Altstadt musste immer wieder abgesperrt werden, die Technik ist ständig ausgefallen, wir fuhren zurück auf Anfang und drehten die Sequenz immer und immer wieder… Es war für sehr viele sehr nass, sehr kalt und sehr unangenehm. Die Szene ist jedoch total schön geworden."