Die Bundesbürger wurden anhand einer Liste von 16 Themen und Entwicklungen in unserer Gesellschaft gebeten anzugeben, ob ihnen diese Aspekte bzw. Entwicklungen sehr große, große, weniger große oder keine Sorgen bereiten.
Frauen äußern häufiger große Sorgen als Männer
Frauen äußern bei fast allen abgefragten Themen häufiger große oder sehr große Sorgen als Männer. Besonders deutlich ist der Unterschied bei der Befürchtung, dass Deutschland in einen Krieg hineingezogen wird. Darüber machen sich 68 Prozent der Frauen Sorgen, unter den Männern sind es 47 Prozent.
Auch eine Zunahme des Rechtsextremismus beunruhigt Frauen mit 77 Prozent häufiger als Männer mit 64 Prozent. Über immer teureres Wohnen sorgen sich 79 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer. Bei den steigenden Preisen sind es 88 beziehungsweise 79 Prozent.
Nur eine mögliche Zunahme des Linksextremismus und die Folgen der Zuwanderung bereiten Männern häufiger große oder sehr große Sorgen. Beim Linksextremismus stehen 63 Prozent der Männer 57 Prozent der Frauen gegenüber, bei der Zuwanderung sind es 58 gegenüber 54 Prozent.
Junge Erwachsene sorgen sich besonders um Regierung, Preise, Renten und Rechtsextremismus – Bildungssystem erst an achter Stelle
Die 18- bis 29-Jährigen machen sich in vielen Bereichen große oder sehr große Sorgen. Am häufigsten beunruhigt sie, dass die Bundesregierung mit den Problemen im Land überfordert ist (90 Prozent). Es folgen steigende Preise mit 88 Prozent. Um die Sicherheit der Renten und eine Zunahme des Rechtsextremismus sorgen sich jeweils 83 Prozent. Die Folgen des Klimawandels bereiten 77 Prozent große oder sehr große Sorgen und damit deutlich mehr als im Bevölkerungsdurchschnitt von 64 Prozent.
Ein unzureichendes Schul- und Bildungssystem beunruhigt 75 Prozent der unter 30-Jährigen. Obwohl sich damit drei Viertel große oder sehr große Sorgen machen, steht das Thema innerhalb dieser Altersgruppe erst an achter Stelle der 16 abgefragten Bereiche. Häufiger sorgen sich junge Erwachsene neben Regierung, Preisen, Renten, Rechtsextremismus und Klimawandel auch um steigende Wohnkosten (79 Prozent) und soziale Ungleichheit (76 Prozent).
Ältere sorgen sich häufiger um Kriminalität und Kriegsgefahr
Andere Themen beschäftigen ältere Menschen deutlich häufiger als jüngere. Das Ausmaß der Kriminalität bereitet 81 Prozent der Befragten ab 60 Jahren große oder sehr große Sorgen, unter den 18- bis 29-Jährigen sind es 50 Prozent. Eine Zunahme des Linksextremismus beunruhigt 74 Prozent der Älteren gegenüber 38 Prozent der jungen Erwachsenen. Dass Deutschland in einen Krieg hineingezogen wird, befürchten 68 Prozent der Befragten ab 60 Jahren und 46 Prozent der unter 30-Jährigen.
Beim Wohnen sind die größten Städte besonders besorgt – Kleinere Städte und Gemeinden blicken besorgter auf Linksextremismus
Steigende Wohnkosten bereiten besonders den Bewohnern der größten Städte Sorgen. In Städten mit mindestens 500.000 Einwohnern machen sich 84 Prozent darüber große oder sehr große Sorgen. In den kleineren Ortsgrößenklassen liegen die Anteile zwischen 70 und 74 Prozent.
Eine Zunahme des Linksextremismus beunruhigt Großstadtbewohner dagegen seltener. In Städten ab 100.000 Einwohnern äußern 47 bis 48 Prozent große oder sehr große Sorgen. In kleineren Städten und Gemeinden sind es zwischen 64 und 67 Prozent.
Die Meldung ist mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Datenbasis („Sorgenbarometer Oktober 2026“ im Auftrag von RTL Deutschland): 1.009 Befragte / Zeitraum: 22. und 23. Oktober 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.