Bei den Parteipräferenzen bleibt die AfD laut aktuellem RTL/ntv Trendbarometer (15. bis 21. September 2026) mit 27 Prozent stärkste Kraft. Die CDU/CSU verharrt mit 20 Prozent auf ihrem Rekordtief. Die Grünen verlieren gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt und kommen auf 17 Prozent, liegen damit aber weiterhin vor SPD und Linken mit jeweils 12 Prozent. Die FDP erreicht unverändert vier Prozent, das BSW drei Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 25 Prozent und damit weiterhin über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.
Landtagswahlen bleiben wichtigstes Thema
Die Landtagswahlen in Ostdeutschland bleiben wie bereits in den beiden Vorwochen das wichtigste Thema für die Bundesbürger. 39 Prozent nennen sie als eines der wichtigsten Themen. Dahinter folgen die Arbeit der Bundesregierung mit 35 Prozent und die hohen Benzinpreise mit 21 Prozent. Die allgemeine wirtschaftliche Lage wird von 16 Prozent genannt, Rechtsradikalismus beziehungsweise die AfD von 13 Prozent, der Krieg in der Ukraine von 12 Prozent und der Konflikt im Nahen Osten von zehn Prozent.
Nur noch zehn Prozent trauen der Union zu, die Probleme im Land am besten zu lösen
Bei der Frage, welcher Partei die Bundesbürger am ehesten zutrauen, die Probleme in Deutschland zu lösen, liegt die AfD mit unverändert 13 Prozent vorn. Die CDU/CSU verliert einen weiteren Prozentpunkt und kommt nur noch auf zehn Prozent. Den Grünen trauen acht Prozent politische Kompetenz zu, SPD und Linken jeweils sechs Prozent. 54 Prozent der Befragten glauben, dass keine Partei in der Lage ist, die Probleme in Deutschland zu lösen.
81 Prozent: Union kümmert sich zu wenig um Alltagssorgen
Als häufigsten Grund für den Wählerschwund der Union nennen die Wahlberechtigten, dass sich CDU und CSU zu wenig um die Alltagssorgen der Bürger kümmerten. 81 Prozent sehen darin eine Ursache für die Verluste. Jeweils rund zwei Drittel machen zudem Friedrich Merz (66 Prozent) sowie das gebrochene Wahlversprechen, keine neuen Schulden aufzunehmen (64 Prozent), verantwortlich. 57 Prozent führen die Verluste auf eine aus ihrer Sicht sozial nicht ausgewogene Regierungspolitik der Union zurück. 45 Prozent sehen eine Spätfolge der Politik der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel als Grund, 35 Prozent zu viele Kompromisse mit der SPD und 30 Prozent einen zu konservativen Kurs der Union. Mehrfachnennungen waren möglich.
Auch unter den verbliebenen CDU/CSU-Anhängern werden die Alltagssorgen am häufigsten als Ursache genannt: 63 Prozent sehen darin einen Grund für den Wählerschwund. Unter denjenigen, die bei der Bundestagswahl 2025 CDU oder CSU gewählt haben, die Union aktuell aber nicht mehr wählen wollen, sind es sogar 86 Prozent. Von diesen Abwanderern nennen zudem 68 Prozent das gebrochene Schulden-Wahlversprechen und 65 Prozent Friedrich Merz als Gründe für die Verluste.
Mehrheit spricht sich für Rücktritt von Merz aus
55 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass Friedrich Merz von seinem Amt als Bundeskanzler zurücktreten sollte. 40 Prozent sprechen sich dafür aus, dass er im Amt bleibt. Besonders häufig befürworten AfD-Anhänger mit 89 Prozent, Ostdeutsche mit 68 Prozent und Anhänger der Linken mit 65 Prozent einen Rücktritt. Unter den SPD-Anhängern sprechen sich 43 Prozent für einen Rücktritt aus, 51 Prozent dafür, dass Merz im Amt bleibt. Bei den Anhängern von CDU und CSU sind 21 Prozent für einen Rücktritt, 78 Prozent dagegen.
Mehrheit der Unions-Anhänger mit Merz unzufrieden
Mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz sind aktuell elf Prozent der Bundesbürger zufrieden, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. 87 Prozent sind hingegen unzufrieden. Auch unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Unzufriedenheit: 44 Prozent sind mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden, 56 Prozent nicht zufrieden. Bei SPD-Anhängern liegt die Unzufriedenheit bei 86 Prozent, bei Anhängern der Grünen bei 91 Prozent, der Linken bei 97 Prozent und der AfD bei 99 Prozent.
Wirtschaftserwartungen hellen sich erneut leicht auf
Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung bleiben mehrheitlich pessimistisch, verbessern sich gegenüber der Vorwoche jedoch erneut. 17 Prozent der Bundesbürger rechnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. 62 Prozent erwarten eine Verschlechterung, nach 63 Prozent in der Vorwoche. 19 Prozent gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Lage unverändert bleibt. Der daraus errechnete Index steigt von minus 47 auf minus 45 Punkte.
Die Meldung ist mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Datenbasis RTL/ntv Trendbarometer: 2.504 Befragte / Zeitraum: 15. bis 21. September 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
Datenbasis Politische Kompetenz: 1.004 Befragte.
Datenbasis „Sollte Friedrich Merz als Kanzler zurücktreten?“: 1.509 Befragte / Zeitraum: 17. bis 21. September 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.
Datenbasis „Vermutete Gründe für den Wählerschwund der Union auf Bundesebene“: 2.001 Befragte / Zeitraum: 15. bis 18. September 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.