forsa fragt die Bundesbürger regelmäßig und ohne Antwortvorgaben nach den drei größten Problemen in Deutschland. Im August steht die wirtschaftliche Lage mit 79 Prozent klar an erster Stelle. Als zweitgrößtes Problem nennen 50 Prozent Politiker und Parteien, in Ostdeutschland sind es mit 56 Prozent deutlich mehr als im Westen mit 46 Prozent. Die sozialen Sicherungssysteme folgen mit 42 Prozent und haben gegenüber Mai um neun Prozentpunkte an Bedeutung gewonnen. Zuwanderung und Ausländer nennen 17 Prozent, im Mai waren es noch 19 Prozent. Zwischen Ost und West zeigt sich dabei nahezu kein Unterschied. In Ostdeutschland nennen 16 Prozent Zuwanderung und Ausländer als eines der drei größten Probleme, im Westen sind es 17 Prozent. Weitere häufig genannte Themen sind Rechtsextremismus und AfD mit 14 Prozent, das Bildungssystem mit 11 Prozent sowie die weltweiten Kriege und Umwelt beziehungsweise Klima mit jeweils 10 Prozent.
AfD-Anhänger weichen deutlich von Durchschnitt ab
Je nach Parteianhängerschaft unterscheiden sich die Problemprioritäten deutlich. Die wirtschaftliche Lage wird besonders häufig von Anhängern der Union mit 81 Prozent und der SPD mit 72 Prozent genannt, aber deutlich seltener von Grünen-Anhängern mit 63 Prozent und Anhängern der Linken mit 57 Prozent. Die sozialen Sicherungssysteme sind vor allem für Anhänger der Linken ein zentrales Thema. 60 Prozent zählen sie zu den drei größten Problemen Deutschlands. Klimawandel und Umweltschutz nennen am häufigsten die Anhänger der Grünen mit 28 Prozent. Unter Anhängern der Union sind es sieben Prozent, unter Anhängern der Linken 14 Prozent und unter SPD-Anhängern zwölf Prozent.
Besonders deutlich weichen die Problemprioritäten der AfD-Anhänger vom Bevölkerungsdurchschnitt ab. Für 98 Prozent ist die wirtschaftliche Lage eines der drei größten Probleme Deutschlands, 19 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt aller Befragten. Politiker und Parteien folgen bei ihnen mit 59 Prozent auf dem zweiten Platz, vor Zuwanderung und Ausländern mit 45 Prozent auf Rang drei. Letzteres nennen AfD-Anhänger damit fast dreimal so häufig wie die Gesamtbevölkerung mit 17 Prozent.
Die Meldung ist mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Datenbasis (Problemprioritäten im August 2026 im Auftrag von RTL Deutschland): 2.302 Wahlberechtigte im August 2026.