Zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause haben die Bundesbürger die Arbeit ausgewählter Mitglieder des Bundeskabinetts bewertet. Nur Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erhält dabei mehrheitlich positive Urteile, während alle anderen betrachteten Ministerinnen und Minister überwiegend kritisch gesehen werden.
Mit der Arbeit von Pistorius sind 62 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden, 35 Prozent sind nicht zufrieden. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bekommt unter denjenigen, die ihn kennen, ein gemischtes Zeugnis, hier stehen 49 Prozent Zufriedene 45 Prozent Nichtzufriedenen gegenüber.
Katherina Reiche auf dem letzten Platz der Regierungsspitze
Alle weiteren Kabinettsmitglieder stoßen mehrheitlich auf Ablehnung. Mit der Arbeit von Thorsten Frei (CDU) sind 35 Prozent zufrieden, mit der Arbeit von Alexander Dobrindt (CSU) 33 Prozent, mit der Arbeit von Nina Warken (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) jeweils 28 Prozent und mit der Arbeit von Bärbel Bas (SPD) 27 Prozent. Am schlechtesten schneidet Katherina Reiche (CDU) ab. Mit ihrer Arbeit sind nur 19 Prozent zufrieden, während 76 Prozent nicht zufrieden sind.
Vergleicht man die aktuellen Zufriedenheitswerte der acht Ministerinnen und Minister mit denen vom April 2026, zeigen sich insgesamt kaum Veränderungen. Am deutlichsten verbessert hat sich Wadephul (+3 Prozentpunkte) während Bas im gleichen Zeitraum am meisten an Zustimmung verliert (-3 Prozentpunkte).
Große Mehrheit zweifelt an Spahns Glaubwürdigkeit
Jens Spahn war wegen seiner Haltung zur Leihmutterschaft in die Kritik geraten. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU und sein Ehemann hatten in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie Eltern eines Sohnes geworden waren, der in den USA von einer Leihmutter zur Welt gebracht worden war. Da Spahn sich in der Vergangenheit selbst kritisch zur Möglichkeit einer Leihmutterschaft geäußert hatte, warfen ihm einige mangelnde Glaubwürdigkeit vor. Eine sehr große Mehrheit von 87 Prozent halten seine Glaubwürdigkeit für beschädigt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Anhängern von CDU und CSU, von denen 85 Prozent die Kritik an Spahn ebenfalls für berechtigt halten.
Die Meldung ist mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Datenbasis (Das „Kernkabinett“ im Urteil der Bundesbürger & Meinungen zur Glaubwürdigkeit von Jens Spahn im Auftrag von RTL Deutschland): 1.001 Befragte / Zeitraum: 17. und 20. Juli 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.