Bei den Parteipräferenzen gibt es im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer (30. Juni bis 6. Juli 2026) keine Veränderungen gegenüber der Vorwoche. Die AfD bleibt mit unverändert 26 Prozent stärkste Kraft und liegt weiterhin vier Prozentpunkte vor der Union, die auf 22 Prozent kommt. Die Grünen behaupten mit 15 Prozent den dritten Platz. SPD und Linke erreichen jeweils 12 Prozent, die FDP bleibt bei 4 Prozent.
Weiterhin auffällig ist der hohe Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen. Mit derzeit 27 Prozent liegt dieser deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025. Mehr als jeder vierte Wahlberechtigte ist damit derzeit politisch ungebunden.
Politische Kompetenz bleibt nahezu unverändert
Auch bei der politischen Kompetenz gibt es gegenüber der Vorwoche kaum Bewegung. 13 Prozent der Wahlberechtigten trauen der Union zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Unverändert 12 Prozent sehen die AfD vorne. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und kommen auf 7 Prozent. SPD und Linke erreichen jeweils unverändert 6 Prozent.
Das Vertrauen in die Parteien insgesamt bleibt weiterhin gering. 54 Prozent der Bürgerinnen und Bürger trauen derzeit keiner Partei zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können. Damit bleibt dieser Wert auf dem hohen Niveau der vergangenen Wochen.
Merz verliert leicht
Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz geht leicht zurück. Aktuell sind 14 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit zufrieden – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. 84 Prozent bewerten seine Arbeit kritisch, ebenfalls ein Prozentpunkt mehr als zuletzt.
Selbst unter den Anhängern der Union fällt die Zustimmung mit 48 Prozent vergleichsweise verhalten aus. Unter den Anhängern der SPD (19 %), Grünen (7 %), Linken (3 %) und AfD (1 %) findet die Arbeit des Bundeskanzlers kaum Zustimmung.
Wirtschaftspessimismus bleibt hoch
Die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen bleiben deutlich negativ. Derzeit rechnen lediglich 14 Prozent mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. 64 Prozent erwarten dagegen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, während 19 Prozent von einer unveränderten Entwicklung ausgehen.
Gegenüber der Vorwoche hat sich die wirtschaftliche Stimmung damit leicht eingetrübt. Zwar rechnen etwas mehr Menschen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage als in der Woche zuvor, gleichzeitig ist jedoch auch der Anteil derjenigen gestiegen, die eine Verschlechterung erwarten. Insgesamt bleibt der wirtschaftliche Pessimismus damit auf einem hohen Niveau.
Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Die Daten zu Parteipräferenzen, Kanzlerzufriedenheit und Wirtschaftserwartungen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 30. Juni bis 6. Juli 2026 erhoben. Datenbasis: 2.502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.
Die Daten zur politischen Kompetenz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhoben. Datenbasis: 1.004 Befragte.