Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission legt in dieser Woche ihre Vorschläge zur langfristigen Sicherung des Rentensystems vor. Doch die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Reformfähigkeit der schwarz-roten Koalition sind gering.
Nur 23 Prozent der Bundesbürger glauben derzeit, dass es der Bundesregierung aus Union und SPD gelingen wird, noch in diesem Sommer eine weitreichende Rentenreform zu verabschieden. Fast drei Viertel der Befragten (74 %) trauen der Koalition dies hingegen nicht zu.
Besonders ausgeprägt ist die Skepsis in Ostdeutschland. Dort erwarten lediglich 16 Prozent eine erfolgreiche Rentenreform noch in diesem Sommer, während 84 Prozent nicht daran glauben. In Westdeutschland zeigen sich 24 Prozent optimistisch und 73 Prozent skeptisch.
Auch Erwerbstätige zweifeln mehrheitlich an einem Erfolg der Reformbemühungen. Nur 21 Prozent glauben an eine Einigung der Bundesregierung, 77 Prozent rechnen nicht damit.
Selbst Anhänger der Regierungsparteien sind überwiegend skeptisch
Bemerkenswert ist, dass selbst unter den Anhängern der Regierungsparteien keine Mehrheit an eine weitreichende Rentenreform glaubt. Unter den Anhängern der Union rechnen lediglich 38 Prozent mit einer erfolgreichen Reform, 58 Prozent erwarten dies nicht. Bei den SPD-Anhängern gehen 31 Prozent von einer Einigung aus, während 69 Prozent skeptisch sind.
Noch geringer fällt das Vertrauen bei den Anhängern der Oppositionsparteien aus. Von den Grünen-Anhängern glauben 22 Prozent an eine Rentenreform in diesem Sommer, bei den Anhängern der Linken sind es 18 Prozent. Unter den AfD-Anhängern erwarten lediglich 9 Prozent einen Erfolg der Bundesregierung, 89 Prozent trauen ihr eine solche Reform nicht zu.
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Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 19. und 22. Juni 2026 erhoben. Datenbasis: 1.004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz +/- 3 Prozentpunkte.