Die Zufriedenheit mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung fällt ein Jahr nach ihrem Amtsantritt in nahezu allen Politikfeldern überwiegend negativ aus. Am ehesten zufrieden zeigen sich die Bundesbürger noch bei der Begrenzung der illegalen Zuwanderung: 32 Prozent äußern sich hier positiv, allerdings ist auch in diesem Bereich eine Mehrheit von 60 Prozent unzufrieden.
In allen anderen abgefragten Politikfeldern überwiegt die Kritik deutlich: Mit den Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sind 83 Prozent unzufrieden, mit der Begrenzung der Preissteigerungen sowie der Reform der sozialen Sicherungssysteme jeweils 89 Prozent. Ebenfalls 89 Prozent äußern sich unzufrieden mit den Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.
Breite Unzufriedenheit mit zentralen Politikfeldern
Auch ein Blick auf die Anhänger der Parteien zeigt deutliche Unterschiede: Anhänger von CDU/CSU bewerten die Zuwanderungspolitik mehrheitlich positiv (70 Prozent zufrieden, 29 Prozent unzufrieden), während die Zustimmung in anderen Bereichen deutlich niedriger ausfällt, etwa bei der wirtschaftlichen Lage (26 zu 73 Prozent).
Bei den SPD-Anhängern liegt die Zufriedenheit mit der Zuwanderungspolitik bei 52 Prozent (32 Prozent unzufrieden), während sie bei Infrastruktur (26 zu 69 Prozent), Preissteigerungen (13 zu 84 Prozent), sozialer Sicherung (16 zu 82 Prozent) und wirtschaftlicher Lage (14 zu 81 Prozent) deutlich kritischer ausfällt.
Anhänger der Grünen zeigen sich bei der Zuwanderungspolitik zu 46 Prozent zufrieden (40 Prozent unzufrieden), bewerten jedoch alle anderen Politikfelder überwiegend negativ. Bei Anhängern der Linken (z. B. 11 zu 78 Prozent bei Zuwanderung) und insbesondere der AfD (7 zu 93 Prozent) fällt die Bewertung der Regierungsarbeit in nahezu allen Bereichen klar negativ aus.
Mehrheit glaubt nicht an Fortbestand der Koalition
Parallel dazu wächst die Skepsis gegenüber der Stabilität der Bundesregierung: Nur noch 43 Prozent der Bundesbürger gehen davon aus, dass die Koalition aus CDU/CSU und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode Anfang 2029 halten wird. Eine Mehrheit von 53 Prozent glaubt hingegen, dass die Regierung vorzeitig auseinanderbrechen wird.
Damit hat sich die Einschätzung gegenüber August 2025 deutlich verschlechtert: Damals gingen noch 52 Prozent vom Fortbestand der Koalition aus. Unter den Anhängern von CDU/CSU (66 zu 30 Prozent), SPD (68 zu 31 Prozent) und Grünen (55 zu 41 Prozent) überwiegt die Zuversicht. Anhänger der Linken (31 zu 66 Prozent) und insbesondere der AfD (15 zu 84 Prozent) rechnen mehrheitlich mit einem Scheitern der Regierung.
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Die Daten zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung in einzelnen Politikfeldern wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhoben.
Die Daten zur Einschätzung des Fortbestands der Regierungskoalition wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 8. und 11. Mai 2026 erhoben. Datenbasis: 1.004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz +/- 3 Prozentpunkte.