Innerhalb der Bundesregierung werden derzeit verschiedene Reformideen für das Wirtschafts- und Sozialsystem diskutiert. Von vier der in der vergangenen Woche öffentlich diskutierten Vorschläge findet jedoch keiner eine Mehrheit in der Bevölkerung. Den Vorschlag, dass Erwerbstätige, die später ins Berufsleben eingestiegen sind, nicht automatisch mit 67 Jahren, sondern erst später in Rente gehen sollen, halten 38 Prozent der Bundesbürger für sinnvoll, 60 Prozent lehnen ihn dagegen ab. Diese Kopplung des Renteneintrittsalters an die Beitragsjahre stößt nur bei einer knappen Mehrheit der Union-Anhänger auf Zustimmung.
Mehrheit von Reformpläne bei Familien- und Steuerpolitik nicht überzeigt
Den Vorschlag, das Ehegattensplitting künftig für neu geschlossene Ehen abzuschaffen, bewerten 29 Prozent als sinnvoll, 52 Prozent halten ihn nicht für sinnvoll. Am meisten Zuspruch erhält er bei den Anhängern der Grünen (43 %). Noch weniger Unterstützung finden die Ideen, die kostenlose Mitversicherung nicht erwerbstätiger Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen (18 Prozent dafür, 75 Prozent dagegen) sowie die Mehrwertsteuer zu erhöhen, um im Gegenzug die Einkommenssteuer zu senken. Das finden lediglich 15 Prozent sinnvoll, während 80 Prozent diesen Vorschlag ablehnen.
Die Meldung ist mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Datenbasis (Meinungen zu aktuellen Reformvorschlägen im Auftrag von RTL Deutschland): 1.008 Befragte / Zeitraum: 27. und 30. März 2026 / Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.