Stefan Thumann, Geschäftsführer von Donaustahl im Interview mit RTL-Reporter Markus (r.). +++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++
Foto: RTL
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Der Gründer des Waffenherstellers Donaustahl, Stefan Thumann, hat sich in einem Interview erstmals zu einem mutmaßlichen Mordkomplott Russlands gegen ihn geäußert. „Ich liefere mir mit dem russischen Militärgeheimdienst ein Duell um mein Leben“, sagte Thumann gegenüber Reportern von RTL und stern für "stern Investigativ". Er habe sein Testament gemacht, eine Organspendeerklärung, eine Patientenverfügung. „Dinge, die man eigentlich in meinem Alter noch nicht so auf dem Schirm hat“, so der 39-jährige Thumann.
Thumann habe kurz vor Weihnachten 2025 von deutschen Sicherheitsbehörden Hinweise auf eine russische Geheimdienstoperation gegen ihn bekommen. „Das war ein Schock.“ Seither lebe er de facto im Untergrund. Der Generalbundesanwalt ließ im März zwei sogenannte Wegwerfagenten festnehmen. Sie hätten Thumann ausgespäht, mutmaßlich zur „Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Operationen gegen die Zielperson“.
Thumann sagte, er lebe seit Monaten an ständig wechselnden Orten. Er schlafe neben seinem Computer. Und sobald er aufwache, beginne er zu arbeiten, damit er möglichst wenig über seine Lage nachdenken müsse. Der Krieg in der Ukraine sei nun auch sein „ganz persönlicher Krieg“.
Thumanns Firma Donaustahl liefert dem Militär der Ukraine Kampfdrohnen für den Krieg mit Russland. Das Geschäft habe er auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) 2024 in Berlin angebahnt. „Mir war klar, dass ich ins Visier der Russen gerate“, so Thumann. Die deutschen Sicherheitsbehörden sehen in Thumanns Fall ein krasses Beispiel für eine Eskalation eines hybriden russischen Kriegs. Auch Armin Papperger, Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, soll Ziel eines geplanten Attentats gewesen sein.
Die Zitate sind frei mit dem Hinweis auf RTL. Die gesamte Dokumentation "Putins Wegwerfagenten - Die billigen Vollstrecker" für das Format "stern Investigativ" ist ab Mittwoch, den 19. August, ab 18.45 Uhr auf RTL+ abrufbar.