Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Susanne Zander ist entsetzt, wie der RTL-Reporter Christopher Grass mit Nacktbildern erpresst wird. +++ Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gestattet. +++
Foto: RTL
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Ein Nacktfoto, zehn Sekunden Zeit, dann die Drohung: Zahle, oder dein Leben ist ruiniert! Sextortion-Banden machen sich gezielt auf die Suche nach männlichen Teenagern. Häufig bekommen selbst die Eltern nichts von der Erpressung mit. Dabei endete diese schon mehrfach tödlich: Weltweit nahmen sich bereits mehrere Opfer das Leben. Die Dunkelziffer ist hoch, denn das Thema ist für die Betroffenen extrem schambehaftet. RTL-Reporter Christopher Grass stellt den Tätern eine Falle: Er lässt sich selbst erpressen und folgt der Spur bis nach Nigeria. Die gesamte Recherche zeigt RTL am Dienstag, 17. August, ab 22:15 Uhr in „Extra Report: Sextortion - Erpresst in der Flirt-Falle“, auf RTL+ sowie als kürzeren Magazinbeitrag eine Woche vorher (11.8.) um 22:15 Uhr in „EXTRA“.
Sextortion, also Erpressung mit Nacktaufnahmen, ist ein weltweites Phänomen. Auch in Deutschland nehmen die Fälle zu. Bayerische Ermittlungsbehörden bestätigten bereits zwei Suizide junger Männer in Bayern, die von Tätern derart unter Druck gesetzt wurden, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sahen.
Viele Opfer schweigen aus Scham sogar gegenüber ihrem engsten Umfeld. Christopher Grass ist es gelungen, mit zwei Betroffenen – zur Tatzeit 16 und 23 Jahre alt – über ihre Erfahrungen zu sprechen. Die Mutter des jüngeren Betroffenen schildert dem RTL-Reporter, wie schwer sie die späte Erkenntnis traf. Sie erfuhr erst im Nachhinein von der Erpressung. Zugleich zeigt der Fall, wie schwer Eltern die Social-Media-Aktivitäten ihrer Kinder überblicken können. In Schottland trifft Grass außerdem die Eltern eines jungen Mannes, der sich nach Sextortion das Leben nahm.
Wie skrupellos die Täter vorgehen, zeigt Christopher Grass in einem investigativen Selbstexperiment. Für das Experiment richtet er drei Fake-Accounts bei Instagram ein und lässt sich erpressen. Innerhalb kürzester Zeit erhält er Aufforderungen zum Fototausch. Eine Masche: Die Täter schicken zuerst selbst ein Nacktfoto, um ihr Opfer zu einer Gegenleistung zu bringen. Verschickt das Opfer dann selbst ein derartiges Foto mit Gesicht und Geschlechtsteil, beginnt die Erpressung – verbunden mit Ultimaten für Geldüberweisungen. Um den Tätern auf die Spur zu kommen, entwickelt das RTL-Team eine Falle in Form eines Zahlungssystems, das Standort und Bild des Täters offenbart. Die Spur führt nach Nigeria. Dort trifft Christopher Grass auf Tätergruppen, die sich auf Love-Scamming und Erpressung über Social Media spezialisiert haben und konfrontiert sie mit seinen Recherchen. Wird er seinen Erpresser finden und zur Rechenschaft ziehen?
Die Reportage zeigt außerdem, wie sich Nutzer schützen können und gibt Hilfestellungen für Betroffene.