+++ Bitte beachten Sie die Sperrfrist: Samstag, 21.03.2026, 10:00 Uhr +++
Während viele Finanzinstitute ihre Klimaziele zuletzt leiser formuliert haben oder ganz zurückfahren, treiben einige Banken ihre nachhaltigen Geschäftsmodelle weiter konsequent voran. Das zeigt die aktuelle Untersuchung nachhaltiger Bankangebote, die das Münchener Institut für Vermögensaufbau (IVA) im Auftrag des Wirtschaftsmagazins Capital durchgeführt hat. Für die Studie wurden 68 Finanzinstitute eingeladen, darunter Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken. 13 Anbieter nahmen teil, elf Banken wurden schließlich bewertet. Im Durchschnitt erreichten sie 75,7 von 100 möglichen Punkten und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert.
Angeführt wird das Ranking in diesem Jahr von der GLS Bank. Mit 91,9 Punkten setzt sich das sozial-ökologische Institut erstmals an die Spitze der Untersuchung. Auf den weiteren Plätzen folgen die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) mit 91,4 Punkten sowie die Deutsche Apotheker- und Ärztebank mit 79,8 Punkten. Insgesamt erreichten fünf Banken die Höchstwertung von fünf Sternen.
Den größten Sprung nach vorn machte die Targobank. Das Institut verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um fast zwölf Punkte auf 70,1 Punkte. Vor allem bei der Unternehmensführung sowie im Kreditgeschäft konnte die Bank deutlich zulegen. Das Beispiel zeigt, dass auch Banken ohne ausgeprägtes Ökoprofil ihr Angebot nachschärfen können. Zu den größten Absteigern zählt dagegen die Umweltbank. Sie verlor im Vergleich zum Vorjahr mehr als elf Punkte und kam auf 76,0 Punkte. Ausschlaggebend waren vor allem niedrigere Bewertungen beim Produktangebot sowie bei der Transparenz einzelner Nachhaltigkeitskriterien. Für die Höchstwertung von fünf Sternen reichte es dennoch.
„Die teilnehmenden Banken legen ein hohes Maß an Engagement an den Tag und entwickeln ihre Nachhaltigkeitsansätze weiter“, sagt IVA-Studienleiter Wolfgang Kuhn. Gerade in Zeiten politischen Gegenwinds zeige sich, welche Institute das Thema langfristig ernsthaft verfolgen.
Über die Untersuchung
Für die Untersuchung stellte das IVA den Banken einen Fragenkatalog mit insgesamt 145 Fragen. Bewertet wurden drei Bereiche: die Nachhaltigkeit des Finanzinstituts selbst (40 Prozent der Gesamtwertung), das nachhaltige Produktangebot (30 Prozent) sowie nachhaltige Finanzierungen und Kreditvergaben (30 Prozent). Maximal waren 100 Punkte erreichbar.
Alle Ergebnisse und die ausführliche Analyse gibt es ab dem 21. März 2026 in der aktuellen Ausgabe von Capital (04/2026) sowie unter www.capital.de.