Im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer spricht sich eine Mehrheit der Bundesbürger für eine Erhöhung der Erbschaftssteuer bei größeren Millionen-Vermögen aus. 52 Prozent der Befragten befürworten eine solche Maßnahme, 44 Prozent lehnen sie ab. In Ostdeutschland halten sich Befürworter und Gegner mit jeweils 48 Prozent die Waage, in Westdeutschland überwiegt die Zustimmung mit 52 Prozent.
Besonders groß ist die Unterstützung für eine höhere Erbschaftssteuer unter den Anhängern der Linken (87 %) und der Grünen (82 %). Auch eine Mehrheit der SPD-Anhänger (62 %) spricht sich dafür aus. Deutlich dagegen positionieren sich die Anhänger der AfD: 78 Prozent lehnen eine Erhöhung ab. Unter den Anhängern der CDU/CSU ist die Frage umstritten – 45 Prozent sind dafür, 48 Prozent dagegen.
Klare Mehrheit gegen Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes
Eine noch deutlichere Haltung zeigt sich beim Arbeitszeitgesetz. Nur ein Viertel der Bundesbürger (25 %) ist der Auffassung, man solle das Arbeitszeitgesetz vollständig abschaffen und die Regelung der Arbeitszeiten allein den Arbeitnehmern und Arbeitgebern überlassen. Eine klare Mehrheit von 74 Prozent ist hingegen der Meinung, dass Fragen der Arbeitszeit auch weiterhin gesetzlich geregelt werden sollten.
Die Ablehnung einer Abschaffung ist insbesondere in Westdeutschland ausgeprägt (75 %), während in Ostdeutschland mit 34 Prozent vergleichsweise mehr Befragte für eine Abschaffung plädieren. Unter Erwerbstätigen sprechen sich 77 Prozent für den Erhalt des Arbeitszeitgesetzes aus. Besonders geschlossen lehnen die Anhänger der Linken (97 %), der SPD (84 %) und der Grünen (83 %) eine Abschaffung ab. Am ehesten befürworten AfD-Anhänger eine Abschaffung des Gesetzes (38 %).
Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.
Die Daten zur Erhöhung der Erbschaftssteuer sowie zum Arbeitszeitgesetz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland im Zeitraum vom 16. bis 19. Januar 2026 erhoben. Datenbasis: jeweils 1.009 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.